Zum Hauptinhalt springen

Meisterbetrieb der HWK zu Köln · Mitglied der Elektroinnung Köln

Schematische Darstellung für einen bevorstehenden Elektrikertermin für eine elektrische Prüfung von Geräten

E-Check

DGUV-V3-Prüfung: Ablauf, Pflichten und Vorbereitung im Betrieb

Die Prüfung Ihrer elektrischen Anlagen und Geräte läuft in vier Schritten ab: Sichtprüfung, Messungen und Funktionsprüfungen, thermografische Analyse und Prüfprotokoll. Verpflichtet sind vor allem Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Vermieter – in Privathaushalten ist die Prüfung freiwillig, aber eine Absicherung im Schadensfall.

Veröffentlicht am

Der Ablauf in vier Schritten

Unsere Elektrofachkräfte arbeiten die Prüfung in einer festen Reihenfolge ab. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf – deshalb ersetzt eine reine Sichtkontrolle keine Messung.

  1. SichtprüfungWir erfassen äußere Schäden an Kabeln, Steckdosen, Schaltern und Verteilerkästen – lose Klemmen, Bruchstellen und Spuren von Überhitzung.
  2. Messungen und FunktionsprüfungenDazu gehören Spannungsmessung, Isolationsmessung und die Prüfung des Schutzleiterwiderstands. Schutzeinrichtungen werden auf ihre Funktion geprüft.
  3. Thermografische AnalyseMit Wärmebildtechnik erkennen wir Überlastungen und Übergangswiderstände, die im Betrieb Wärme erzeugen, aber von außen unsichtbar bleiben.
  4. Dokumentation und PrüfprotokollSie erhalten einen Prüfbericht, den Sie Versicherungen und Behörden vorlegen können, sowie die E-Check-Prüfplakette für die geprüfte Anlage.

Wer prüfen lassen muss – und wer freiwillig prüft

Die Prüfpflicht ergibt sich aus der DGUV Vorschrift 3 für ortsveränderliche und ortsfeste elektrische Betriebsmittel, aus den Normen VDE 0100 sowie VDE 0701/0702, aus der Betriebssicherheitsverordnung und aus den Pflichten von Vermietern. Wir prüfen unter anderem für:

  • Unternehmen und Gewerbebetriebe – Maschinen, Serverräume und Büroinstallationen
  • Industriebetriebe – größere Produktionsanlagen und elektrotechnische Systeme
  • Einzelhandel und Gastronomie – Kassensysteme, Beleuchtung und Kühltechnik
  • Schulen, Kindergärten und öffentliche Gebäude
  • Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen
  • Baustellen und temporäre Anlagen – Baustromverteiler und provisorische Anschlüsse
  • Veranstaltungstechnik und Bühnenbetrieb – Licht- und Tontechnik
  • Wohnungsbaugesellschaften und Vermieter – Mietobjekte vom Einzelhaus bis zum Mehrfamilienhaus
  • Kirchen und denkmalgeschützte Gebäude mit gewachsener Installation

Privathaushalte sind nicht gesetzlich verpflichtet. Für Eigentümer, Verkäufer und Vermieter ist die Prüfung dennoch eine belastbare Absicherung, weil der Zustand der Installation dokumentiert ist. Was in unserem Prüfumfang enthalten ist, steht auf der Seite zum E-Check nach DGUV V3 und VDE.

So bereiten Sie den Prüftermin vor

Wir planen die Prüfung nach Ihrem Bedarf. Damit wir zügig und ohne unnötige Unterbrechungen arbeiten können, hat sich diese Vorbereitung bewährt:

  • Zugang zu Verteilungen, Technikräumen und Unterverteilern klären – auch zu abgeschlossenen Bereichen.
  • Ortsveränderliche Geräte zusammenstellen oder benennen, wo sie im Betrieb stehen.
  • Zeitfenster für kurze Abschaltungen abstimmen, insbesondere bei Kühltechnik, Servern und laufender Produktion.
  • Protokolle früherer Prüfungen bereitlegen, damit wir Veränderungen einordnen können.
  • Eine Ansprechperson benennen, die Räume öffnen und Rückfragen beantworten kann.

In Betrieben, die nicht stillstehen können, stimmen wir Reihenfolge und Abschaltfenster vorab ab und prüfen abschnittsweise.

Was im Prüfprotokoll steht

Das Protokoll hält den geprüften Umfang, die Messergebnisse und festgestellte Mängel fest. Es ist der Nachweis, dass die Anlage zum Prüfzeitpunkt in ordnungsgemäßem Zustand war – und die Grundlage für die nächste Prüfung.

Festgestellte Mängel beheben wir nach Absprache direkt oder schlagen Ihnen eine Modernisierung vor. Anschließend erhalten Sie die Prüfplakette, die den ordnungsgemäßen Zustand bestätigt. An Folgetermine erinnern wir Sie, damit die Dokumentation ohne Lücke bleibt.

Was die Prüfung nebenbei sichtbar macht

Weil wir die Installation ohnehin systematisch durchgehen, fallen dabei auch Verbraucher und Technik auf, die unnötig Energie verbrauchen:

  • Zustand von Stromleitungen, Sicherungen und Verteilungen
  • Leerlaufverbräuche und Standby-Verluste im Betrieb
  • veraltete Geräte, für die es energiesparende Nachfolger gibt
  • Optimierungsmöglichkeiten bei Beleuchtung und Heizsystemen

Wenn sich daraus ein Umbau ergibt, können wir ihn direkt übernehmen – etwa als Umstellung auf LED-Beleuchtung innen und außen. Planung, Lieferung und Installation bleiben damit in einer Hand.

Was den Aufwand bestimmt

Der Umfang richtet sich nach der Zahl und Art der Betriebsmittel, nach Größe und Struktur der Anlage, nach der Anzahl der Standorte, nach der Zugänglichkeit der Verteilungen und nach dem Umfang der geforderten Dokumentation.

Von der Anfrage bis zur Wiedervorlage

  1. Beratung und TerminplanungWir stimmen Prüfumfang und Termine auf Ihren Betriebsablauf ab.
  2. Prüfung und MessungDie Prüfung erfolgt durch zertifizierte Elektrofachkräfte.
  3. Auswertung und ProtokollierungSie erhalten den Prüfbericht mit allen Ergebnissen.
  4. Fehlerbehebung und OptimierungMängel beheben wir nach Absprache; wo sinnvoll, schlagen wir eine Modernisierung vor.
  5. Wartung und FolgeprüfungenWir erinnern an die nächste Prüfung und übernehmen sie auf Wunsch dauerhaft.

Als Meisterunternehmen der Handwerkskammer zu Köln prüfen wir im Großraum Köln und in der Metropolregion Hamburg, bei projektbezogenen Prüfaufträgen auch bundesweit. Ein Ansprechpartner begleitet Prüfung, Protokoll und Mängelbeseitigung.

Ihr nächster Schritt

Schildern Sie uns Ihr Vorhaben und das Objekt – wir melden uns und stimmen einen Termin ab. Die Anfrage ist unverbindlich.